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Im Bild sind Thomas Nissing (stellvertr. Leiter Direktion Verkehr der Polizei Dortmund) und Hubert Jung (Verkehrvorstand von DSW21) zu sehen

7.3.2017

Kampagne gegen Handys am Steuer

Die Comic-Zeichnung ist einfach und doch eindringlich. Ein Auto. Ein Fahrer. Ein Handy, in der Hand des Fahrers. Ein Beifahrer. Ein ungewöhnlicher, denn es handelt sich um den Mann mit der Sense. Und eine Sprechblase aus seinem Mund: "facebook bei 120 km/h. Gefällt mir!" steht da. Die Botschaft ist klar: Handy in der Hand und Autofahren - das passt nicht zusammen, das darf nicht zusammenpassen. Das ist gefährlich.
Insgesamt fünf solcher Zeichnungen des Künstlers Oliver Hilbring gibt es. Sie alle gehören zu einer neuen Kampagne des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW, das damit eine Idee der Polizei Köln aufgenommen hat. "Lenk dich nicht app. Kein Handy am Steuer" heißt die Kampagne, die nun nach und nach von den Behörden der Polizei NRW übernommen wird. So auch in Dortmund.
Anlass für die Kampagne ist, dass Smartphones als mögliche Ursache für schwere Unfälle im Straßenverkehr zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Allein die Polizei Dortmund hat 2016 5.577 Verstöße in ihrem Zuständigkeitsbereich geahndet. 2015 waren es 4.899 - also ein Anstieg von knapp 14 Prozent. "Diese Zahlen machen uns Sorgen", sagt der Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Dortmund, LPD Ralf Ziegler. "Viele Verkehrsteilnehmer sehen das Mobiltelefon mittlerweile selbstverständlich als ständigen Begleiter. Wer aber bei Tempo 50 auch nur für zwei Sekunden seinen Blick von der Straße auf das Display lenkt, der fährt fast 30 Meter im Blindflug!"
Die Polizei sagt daher ganz klar: Keine Mail, keine Statusänderung, keine News ist ein Menschenleben wert! Deshalb rücken auch die Dortmunder Beamtinnen und Beamten das Thema Ablenkung schon seit einiger Zeit stark in den Fokus der Arbeit - bei Kontrollen im Verkehr, aber auch im Rahmen der Prävention. Dabei erhalten sie nun nicht nur Unterstützung durch die Materialien und Botschaften der neuen Kampagne, sondern auch durch DSW21. Denn der Dortmunder Nahverkehrsanbieter hilft der Polizei bei der Verbreitung ihrer Botschaften. Zwei Busse fahren seit Januar bereits mit großen Grafiken der Kampagne durch das Stadtgebiet.
Hubert Jung, Vorstandsmitglied bei DSW21, erklärt dazu: "Wir halten die Initiative des Innenministeriums für eine gute Sache, die wir im eigenen Interesse gerne unterstützen. Immer wieder kommt es vor, dass Autofahrer durch das Smartphone während der Fahrt 'app-gelenkt' sind und damit eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer, also auch für unsere Bus- und Bahnfahrer sind. Denn hierdurch werden gefährliche Situationen oder sogar Unfälle verursacht. Smartphone-Nutzung und aktives Autofahren vertragen sich nicht miteinander. Deshalb sind wir sehr daran interessiert, zur Vermeidung 'app-bedingter' Unfälle beizutragen.“